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"The Head" Diary I
20.04.2007 von Marc Thümmler in  | Keine Kommentare

Vor eingen Tagen haben wir Mr.Head in unsere WG in der Richard-Sorge-Straße aufgenommen und ihn mittlerweile fest in unseren Alltag intergiert.

Als ich den Kopf vom Urban Interface HQ nach Hause gebracht habe, war mir zunächst etwas seltsam zu Mute, da die zahlreichen irritierten Blicke der Passanten, Menschen in der Straßenbahn und im Späti ein gewisses Fremdkörpergefühl gegenüber der Plexiglaskugel aufkommen ließen. Aber Mr.Head durch die Straßen zu tragen war zweifellos auch ein großes Vergnügen.

Zu Hause angekommen wurde Mr.Head zunächst in der Küche platziert, wo er von meinen Mitbewohnern mit Skepsis in Augenschein genommen wurde. Neben Interesse und Begeisterung für die Idee, die hinter oder besser IN dem Kopf steckt, blieb jedoch bei meinen Mitbewohnern und den meisten Gästen ein gewisser Zweifel – insbesondere in Bezug auf das Aussehen des Kopfes, das von vielen als sehr hässlich empfunden wird.

Das Projekt reizt sicherlich am meisten durch die Art und Weise der Entsehung der Fotos und Soundsamples. Der Träger kann das Motiv in gewisser Weise zwar auswählen und beeinflussen, weiß jedoch nie wann ausgelöst wird. Und der Sender hat keine Ahnung wo sich der Kopf gerade aufhält wenn er auf “den Auslöser drückt”. Wer ist also am Ende der Fotograf? Mr.Head?

Genau dieser gewisse Unsicherheitsfaktor ist es, der die Anwesenheit von Mr.Head für einige Menschen (vor allem in der eigenen Wohnung) so unheimlich macht. Vielleicht vergleichbar mit einer fremden Person, die sich im Raum befindet und liest, und man nie sicher sein kann, ob sie nicht doch gerade zuhört und ein Gespräch belauscht. Es scheint, als ob Mr.Head ein winziges Loch in die Hülle unserer vereintliches Privatsphäre sticht und jeder in der Lage ist von außen hindurch zu schauen. Der bislang als privat empfundene Raum wird öffentlich.

Würde Mr.Head nur ein Foto machen wäre dieses Gefühl mit Sicherheit nicht ganz so stark. Jedoch die wenigen Sekunden, die er zusätzlich aufnimmt und der Öffentlichkeit präsentiert, verleiht dem Kopf wesentlich mehr Präsenz – personifiziert ihn gewissermaßen. Dadurch lässt sich vielleicht auch die Scheu erklären, Mr.Head für längere Zeit im eigenen Zimmer einzuquartieren. Denn letztlich es bleibt ein Rest Unsicherheit ihn am Ende doch zu vergessen.

So lebt Mr.Head in der Küche und wandert gelegentlich durch die Wohnung. Obwohl wir viel Zeit mit ihm verbringen, sind die bislang “geschossenen” Fotos nahezu menschenleer. Wenn man die Bilder in Reihe betrachtet, könnte man meinen, in dieser Wohnung lebt niemand. Wir tauchen in etwa so selten auf Mr.Head Fotos auf wie Rehe, die nachts durch das Scheinwerferlicht eines vorbei fahrenden Autos springen. Bald schon hwird der Kopf jedoch mehr Gelenheit haben, ein paar Menschen fotografieren zu können: Am Wochenende wird gefeiert und Mr.Head ist natürlich auch dabei. Er ist schon sehr aufgeregt…

marc


Kids Day Care Centre/Internationaler bund ibb called

We just received a call by the tenents of Grenzstraße 5 that the Deutsche Post, the German mail, thinks that they are the senders of Jocelyn Robert’s postcards which are part of his Blind Lines/The Politics of Geometry project. Currently, the Deutsche Post sends all undeliverable postcards to them, because these organisation appear at the top of the lists.


Anrufe zu Refugia - Neues Wohnen

In den vergangenen Tagen haben uns immer wieder Anrufe erreicht von Anwohner rings um die von Niklas Goldbach aufgestellten Bauschilder in der Ackerstrasse. Einige haben sich selbst über die Website informiert, anderen konnten wir weiterhelfen. Das Interesse der Anwohner an den in Refugia – Neues Wohnen beschriebenen Vorhaben war natürlich groß, da es oftmals in Ihren direkten Wohnbereich eingriff. Wir haben uns auch über den durchwegs freundlichen Ton der Anrufer sehr gefreut.


Namen von Jocelyn Roberts Website entfernt

Nachdem urban interface berlin die Postkarte mit den Namen der Bewohner der Grenzstraße, Wattstraße, Chausseestraße sowie der Borsigstraße aufgrund einer Beschwerde von dieser Website entfernt hatte, hat der Künstler des Projekts Blind Lines Jocelyn Robert ebenfalls die Namen von seiner Website http://lenomdelachose.org/geometrie/ genommen. Die juristische Sachlage wird weiterhin geprüft. Die Soundfiles für das 2. Projekt The Bells of the Church of Reconciliation können unter http://lenomdelachose.org/geometrie/Politics-gr-04a.html heruntergeladen werden. In unserer Zentrale in der Gallerie Sparwasser HQ liegen außerdem 2 ipods zum Ausleihen bereit.


Kinderwagen benötigt

Oliver Hangl braucht für seine mobile Performance Tour am 26. und 28. April einen Kinderwagen. Wer einen zur Verfügung stellen kann, schickt uns bitte eine Email an info@urban-interface.net.


Cancellation of Gustav Hellberg's artist talk

Unfortunately, Gustav Hellberg had to cancel his artist talk today due to sickness. However, Niklas Goldbach is ready to present his work in urban interface berlin and a selection of video works.


Spatiul Public Bucuresti | Public Art Bucharest 2007

Spatiul Public Bucuresti | Public Art Bucharest 2007 is a pilot project which creates a platform for trans-disciplinary discussions and debates exploring how public art encourages a critical engagement with the structures of power which are dominant in society.. The non-existence of a public sphere in Romania during Communism created the conditions for the unfettered capitalism of the post-Communist period to acquire a monopoly on the public space. Bucharest is one of the fastest developing cities in Europe, however one where post-Communism and globalization have created specific tensions and eccentric juxtapositions in the architecture, urban environment and social life. The ways in which people in the city perceive, experience and respond to these tensions define an active public space, which needs to be acknowledged by the cultural discourse and analysed in open debates.

The project Spatiul Public Bucuresti | Public Art Bucharest 2007 has three objectives:

—to support Bucharest’s synchronization with the evolution of contemporary art and to create awareness about the importance of the public space; —in the medium term, to create a self-sustained initiative for public art; —in the long term this self-sustained initiative allows continuous and consistent realization of public art projects.

For the pilot stage of the project, taking place throughout 2007, the following Romanian artists with international profile were invited to participate: Mircea Cantor, Anetta Mona Chisa in collaboration with Lucia Tkácová, Nicoleta Esinencu, H.arta, Daniel Knorr, Dan Perjovschi, and Lia Perjovschi. The artists’ projects confront the public with a series of contemporary themes relevant both from an international perspective and for a context in which the exercise of democracy has not yet been fully incorporated. The streets, squares and markets of the city, public and private institutions, public transportation, and mass media channels constitute settings for the artists’ interventions. Within the artists’ projects a central role is held by a multifunctional project space, which opens in September for one month, with a daily program of activities. Professionals from different fields will present and discuss contemporary issues. The project space will attra ct not only an audience with a cultural background, but also young people, a casual street audience or people frequenting bars. Along with the discussions and workshops, a variety of activities will be staged, such as lectures, film projections, musical performances and club events.

The artists’ books series is published by IDEA Publishing House Cluj and Walther König Cologne, 2007.

Spatiul Public Bucuresti | Public Art Bucharest 2007 opens on 20th of April 2007 with an international conference which brings together theorists, representatives of institutions which are supporting public art initiatives, as well as key figures of the cultural and public life of Bucharest. The conference participants are: Marius Babias, Marlis Drevermann, Sabine Hentzsch, Olaf Metzel, Timotei Nadasan, Horia-Roman Patapievici, Serban Sturdza, Michael M. Thoss, and Adriean Videanu.


Das Department für öffentliche Erscheinungen dankt.

Das Department für öffentliche Erscheinungen dankt allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnanlage Müllerstr.1-3a/Chausseestr. 72-75 für die Beteiligung an unserem Projekt und dem Hausmeister, Herrn Sander für die freundliche Unterstüzung vor Ort.


Gesprächsrunde Herausforderung öffentlicher Raum

Panel discussion Challenge of the public space

von links nach rechts/from left to right: Susanne Jaschko, Petra Reichensperger, Klaus Siebenhaar, Silke Witzsch, Benjamin Schubert, am/on 15.4.07


Eröffnung von urban interface berlin

The opening of uib on Saturday

Fotos: Daniela Friebel


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