UNAUFGERÄUMT / AS FOUND
Urbane Reanimationen und die Architektur des Minimaleingriffs
Ein Diskurs über die Reaktivierung und Transformation von Räumen und Architekturen mit minimalen Mitteln und Ressourcen. Die ungewöhnlichsten Eingriffe in und Neuentwürfe für bisher dem Verfall preisgegebene urbane Randzonen, Zwischenräume und Baulücken werden oft mit minimalen Ressourcen und den einfachsten Materialien realisiert. Mehrere bereits realisierte Bauprojekte werden zeigen, wie eine Ästhetik des Unvollendeten und des Provisoriums unsere Vorstellungen von einem verwendbaren – und nützlichen – Raum neu formen kann.
Einfallsreiche Gestaltungen und Projekte in problematischen oder brachliegenden Räumen der Stadt oder ihrer Peripherie kommen auch ohne hochmoderne Materialien aus und entwickeln sogar eine eigene Haltung zu Formfindung und Bauästhetik.
Die innovativsten und dynamischsten architektonischen Gestaltungen ziehen ihre Inspiration oft aus dem Prekären – einer Situation geprägt von begrenzten Budgets und unbestimmten Standorten.
Kann neue Architektur – in einer Zeit der schonungslosen Erschließung und Gentrifizierung, Säuberung und Vervollkommnung urbaner Territorien zum Zwecke ihrer Anpassung an eine Ästhetik der gesellschaftlichen Erwünschtheit – subtilere Möglichkeiten der Interaktion mit einem gegebenen (bereits vorhandenen) Kontext entwickeln? Kann ein Design des ‚Low-tech’ und des „Laisser-faire“ Alternativen zu den dominanten treibenden Kräften der städtischen Erneuerung aufzeigen?
Dies sind die Fragen, die diese Ausstellung in den Raum stellt.
Schweizerisches Architekturmuseum
17.03.07 – 27.05.07
ENGLISH VERSION
UNAUFGERÄUMT / AS FOUND
Urban reanimations and the minimal intervention
A discourse on the reactivation and transformation of spaces and architectures with minimal means and resources. The most unlikely interventions and redesigns for marginal and obsolete urban spaces are often implemented with minimal resources and the most basic of materials. Several built projects will show how an aesthetic of the unfinished and the makeshift can reshape our notions of useable – and useful – space.
The exhibition poses the question – in an age of relentless development and gentrification, cleaning up and perfecting urban territories to conform with an aesthetic of social acceptability, can new architecture devise more subtle ways to interact with a given (an existing) context? Can lo-tech and laissez-faire design present relevant alternatives to the driving force of urban renewal?
Resourceful designs and ventures into problematic or underused spaces of the city and its peripheries need not involve state of the art materials. It is often precariousness – a situation driven by limited budgets and indeterminate settings – which inspires the most innovative and dynamic architectural designs.